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Unser Ensemble

Neue Presse, Coburg 14. März 2017

Coburg, 2006

Von seinem Leiter, Knut Gramß im Jahre 1964 gegründet, erschließt sich das aus 23 Mitgliedern bestehende Ensemble immer neue Werke alter Musik. Von Anfang an war ein Hauptziel, das noch zum größten Teil unerforschte Werk des Coburger Hofkapellmeisters Melchior Franck der Vergessenheit zu entreißen. Da die umfangreiche Hinterlassenschaft Francks sowohl geistliche Werke als auch Instrumentalsätze, Tänze und weltliche Lieder bietet, gestaltet der Kreis auch abwechselnd Kirchen- und Schlosskonzerte, wobei immer ein religiöses oder kulturgeschichtliches Thema im Mittelpunkt steht ("Die wittenbergisch Nachtigall", "Zur fröhlichen Jagd", "Martinsgans", "Kreuz und Krone", "Da pacem Domine", Paradisus musicus",  "Hohes Lied Salomonis" usw.). Bald erweiterte sich das gesungene und gespielte Repertoir von der Musik der Coburger Hofkapelle und der frühbarocken Kantorenmusik auf alle wesentlichen Bereiche der Renaissance.

Um diese frühe Musik möglichst authentisch in originalen Spielweisen und Stimmungen darstellen zu können, wurde das historische Instrumentarium im Laufe der Jahre  Register um Register erweitert .

Neben allen ernsthaften Bemühungen um historisch getreue Verwirklichung der musikalischen Überlieferung, gilt dem Melchior-Franck-Kreis als gleich hohes Ziel das freundschaftliche Miteinander beim Entdecken, Proben und Konzertieren.

2005 erhielt das Ensemble den Kulturpreis der Oberfrankenstiftung.

 
Vom 18. bis 22. Juni 2014 feierte der Melchior-Franck-Kreis sein 50-jähriges Bestehen mit einer Reise ins Elsass. Nachdem zwei Jubiläumskonzerte – am 25.5. in der Erlanger Sebaldkirche und am 31.5. im Riesensaal der Coburger Ehrenburg – gut über die Bühne gegangen waren, eine kleine Ausstellung über Franck und den Kreis, sowie die Lorbeerbekränzung sowohl des Melchior-Franck-Denkmals am Schlossplatz in Coburg als auch des Leiters und Gründers Knut Gramß stattgefunden hatten, war eine kleine Konzert- und Erholungsreise hochverdient.
Vor vielen Jahren hatte Knut Gramß mit der ganzen Familie Urlaub im Elsass gemacht und war in Hunawihr bei Bürgermeister Fernand Ziegler gelandet. Den fragte er, ob er nicht einen Campingplatz wüsste und so durfte die Familie auf einer Wiese des Bürgermeisters ihr Zelt aufschlagen und blieb dort mehrere frohe Tage lang. Ja, und dieser Fernand Ziegler war nicht nur Bürgermeister der kleinen Gemeinde, sondern auch ein hervorragender Winzer und so hielt die Verbindung über die Jahre hinweg. 
Auch als Fernand 2001 starb, ging der Kontakt mit Frau Ziegler und den Söhnen weiter, die ihren Wein auch nach Deutschland liefern.
 


Da war 2013 im Herbst die Idee geboren: „wollen wir nicht ins Elsass fahren?“. Es wurde geplant, Wohnungen zur Übernachtung gesucht – bei Zieglers selbst und bei anderen Weingütern des Ortes –  der Bus bestellt, Restaurants eruiert, in die man mit einer Meute von mehr als 20 Personen „einfallen“ und zu noch bezahlbaren Preisen speisen kann. 
Leider kam nur ein Konzerttermin in der evangelischen Kirche Riquewihr zustande mit wenigen, aber sehr interessierten Besuchern, denn: die Werbung hatte nicht funktioniert ( Plakate und Flyer kamen am Tag nach dem Konzert an!) und vielleicht war die falsche Uhrzeit gewählt. Um 20 Uhr sitzen Elsässer und Tagesgäste meist noch beim Abendessen. Außerdem war gerade Fußballweltmeisterschaft  ...
Das alles konnte den Mitgliedern, die fast sämtlich mitgereist waren, die Stimmung nicht verhageln, war doch das Wetter ausgesucht schön und die Gegend zauberhaft. Es gab Ausflüge zur Haut-Kœnigsbourg, nach Obernai und zum „Flammkuchenkaiser“, einen Abstecher zum heiligen Berg der Elsässer, dem Odilienberg und in den Ort Kayserberg, eine Weinprobe mit viel Musik im Weinkeller bei Zieglers und einen herrlich sonnigen Tag in Colmar mit exzellentem Abendessen im „L’Arpège“ zum Abschluss.
Der sehr umsichtige Busfahrer führte sein Gefährt sicher auch durch die verwinkeltsten Gässchen und brachte die Truppe am Sonntag wieder gut nach Bamberg, Kaltenbrunn und Coburg zurück.



Ein herzliches Dankeschön sei allen gesagt, die zu dem Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben!