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Pressestimmen

"Die Wittenbergisch' Nachtigall"      Konzert in Erlangen am 25.06.2017 


Sabine Kreimendahl  (Erlanger Nachrichten 27.6.2017)
„Wunnikliche Nachtigal“ 
Der „Melchior-Franck-Kreis Coburg“ in St. Sebald

Mit einem Konzert vor rund 100 Zuhörern hat der "Melchior-Franck-Kreis Coburg" einen lebendigen Beitrag zum Reformationsjubiläum und zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde St. Sebald beigesteuert.

ERLANGEN  - Knut Gramß, der auch mit 80 Jahren überaus agile und profunde Gründer und Leiter des 20-köpfigen Ensembles, hat zu diesem Zweck ein Programm mit Kompositionen um die Lutherzeit zusammengestellt. Das findet - nach anderthalb Stunden Darbietung - dankbaren, anhaltenden Beifall. Vom Schuhmacher und Meistersinger Hans Sachs wird Martin Luther als der heilbringende, kirchliche Verkünder in poetischen Knitttelversersen als "wunnikliche nachtigal" wortreich gerühmt.

Gramß, fleißiger und verdienter Forscher um den Coburger Komponisten Melchior Franck, lässt in farbigen Besetzungen Sätzen vokal und instrumental Sätze von Johann Schein, Jakobus Gallus, Michael Altenburg, Melchior Franck, Caspar Othmayr, Ludwig Senfl, Johann Walter, Michael Praetorius erklingen, um nur einige der damaligen Komponisten zu nennen, die Luther-Texte in deutscher Sprache vertonten.

Reizvoll ist die Gegenüberstellung von zwei "Vater unser" von Altenburg mit der modernen geistlichen Komposition von Petr Eben (1929-2007). Musikhistorische Wege zeigen sich auf, wenn ein gregorianischer Choral zunächst - wie historisch korrekt - von Männerschola gesungen wird, dann mit dem alten lnstrumentarium ergänzt wird, eine Ausweitung in den Vertonungen Luthers und Senfls findet. Immer wieder lassen die Sätze mit Flöten, Dulzian, Krummhörnern, Gemshorn, Gambe, Zink und Baß aufhorchen, liefern ein adäquates Hörbild dieser Zeit. Der kleine Chor, aus sieben Sängerinnen und Sängern ist sicher und wohldisponiert in den teils polyphonen Linien, in klarer Cantus-Firmus-Vorgabe.

Die letzten Worte Luthers 

Ein hübsches "Highlight" wird die "Nachtigall" von William Brade mit lautmalerischem Vogelgezwitscher und Glockenklang, aber auch Orffs klangsinnlichericher "Ostersang" schlägt eine Brücke zum Publikum. Eindrucksvoll sind die letzten Worte Luthers in der Vertonung Caspar Othmayrs. Festlich schwingt die volltönende Mehrchörigkeit des gesamten Ensembles in den beiden Festmusiken von Praetorius und Walter. Da wird die Intensität, die Überzeugung die Luther, die "wittembergisch nachtigall", geleistet hat, mit der er seine Zeit, seine Zeitgenossen überzeugte und erregte, musikalisch lebendig, nachvollziehbar gemacht.

Die Kraft dieser Musik, dieser Texte überwindet die Fremdheit die Entfernung zu dieser Zeit. Musik wird so zum Mittler lebendiger, interessanter Geschichte oder wie Martin Luther formulierte: "Frau Musika spricht: Von allen Freuden auf Erden kann niemandem eine schönere werden, denn die ich geb. mit mei'm Singen und mit manchem süßen Klingen“.

 

Weihnachtskonzert 2013

Jochen Berger   (Coburger Tageblatt 11.12.2013)

So lockt der Melchior-Franck-Kreis Coburg mit Musik aus alten Notenbüchern viele Zuhörer in die St. Nikolaus-Kapelle am Coburger Rosengarten

...Über viele Jahre, ja Jahrzehnte hinweg haben die adventlichen Abendmusiken des Melchior-Franck-Kreises in der St. Nikolaus-Kapelle nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Schon lange vor Beginn ist kein Sitzplatz mehr zu ergattern im kleinen Gotteshaus am Rosengarten - weder im Kirchenraum noch oben auf der Empore. Selbst im Vorraum stauen sich die vielen Zuhörer geduldig. Sie alle erleben ein Programm, in dem Knut Gramß wieder einmal sein Geschick beweist, aus Vokal- und Instrumentalstücken dicht verwobene Klangteppiche zu knüpfen, die inhaltlich beziehungsreich verwoben sind. Dabei weiß Gramß ganz genau, wie wichtig es ist, immer wieder auch kontrastierende Akzente zu setzen. Und so folgen auf freudig bewegte Stücke wie beispielsweise einen Satz aus Andreas Hammerschmidts Kantate „Ihr lieben Hirten“ von 1655 die zarten Klänge einer Pavane von Johann Hermann Schein, die Gramß auf Flöten, Gambe, Laute und Harfe musizieren lässt.
...
Zwischen Melchior Franck und Michael Praetorius, Johann Hermann Schein und Johann Schop bleibt aber auch Raum für zeitgenössische Akzente, die reizvolle in der Schwebe gehalten sind zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

 

Dr. Peter Müller    (Neue Presse 12.12.2013)

Die Nikolaus-Kapelle am Coburger Rosengarten bietet eine stimmungsvolle Atmosphäre für eine wunderbare Einstimmung auf das Fest. Der Melchior-Franck-Kreis erfreut mit einem weihnachtlichen Konzert.

Wer die weihnachtliche Musik aus alten Liederbüchern in der kleinen, traditionsreichen historischen Kirche St. Nikolaus gehört hat, für den kann Weihnachten kommen. Die Werke, die Knut Grams für dieses jährliche Juwel zur Weihnachtszeit ausgesucht, bearbeitet und einstudiert hat, sind ganz ursprünglich, schlicht und fromm, voller reizender sinnlich ansprechender Melodien. Sie bilden mit den Musikerinnen und Musikern an den bemerkenswerten alten Instrumenten im Rahmen des überfüllten familiär intimen Gotteshauses eine überwältigende harmonische Einheit, die die kalte Ähnlichkeit der Geburt Jesus mit der Herrlichkeit seiner Passion vereint.
...
Es war ein hoffnungsvolles und tröstliches Konzert in der Stimmung der Hirten, denen die Erlösung verheißen war. Musiker und Sänger zeigten sich entspannt und fröhlich wie die Hirten, von denen sie berichteten. Und wenn es nach den begeisterten Musikfreunden gegangen wäre, hatte Knut Grams mit seinem Ensemble noch einmal von vorne anfangen können.